Zur Standardeinrichtung einer Tierklinik gehört selbstverständlich die bildgebende Diagnostik – unverzichtbar und immer bereit.
In erster Linie benötigt man das Röntgen für Veränderungen der knöchernen Strukturen des Körpers. Aber auch das Weichteilröntgen hat seine Berechtigung. Erstens stellt es im Bauchbereich die Basis für die Ultraschalluntersuchung. Viele Diagnosen lassen sich schon durch das Nativröntgen (d.h. ohne Kontrastmittel) erhärten. Die Lage, Größe und Shiloutte von Organen, Ihre Röntgendichte können gemeinsam mit der klinischen Untersuchung eine Diagnose herbeiführen.
Sollte das nicht ausreichen kann mit speziellen Kontrastmittelverfahren z. B. die Magen-Darmpassage, die Ausscheidung über Nieren und Blase, aber auch die Ausdehnung von Veränderungen in den Gelenksbereich röntgenologisch dargestellt werden.
Auch in der Notfallsituation ist das Röntgen unerlässlich um z. B. Unfallfolgen mit inneren Verletzungen abzuklären.
Auch die Weichteile im Bereich des Brustkorbes, wie z. B. Lunge und Herz werden mit dem Röntgen erfasst und geben Auskunft über die Größe des Herzens die Blutdichte und Veränderungen in der Lunge. Gemeinsam mit der klinischen Untersuchung ein wichtige Verlaufskontrolle bei Herz-/Kreislauferkrankungen und Bestandteil des Vorberichtes für die spezielle Kardiologie.
Seit ca. 2 Jahren verfügen wir über eine digitale Röntgenbildentwicklung mittels Röntgenscanner.
Diese zukunftsweisende Technologie macht uns von einer chemischen Entwicklung unabhängig und bietet viele Vorteile:
Die digitale Entwicklung ist sehr umweltfreundlich, weil keine verbrauchte Chemie anfällt und auch kein chemisches Service notwendig macht.
- Die Röntgenaufnahmen werden an einem eignen hochauflösenden medizinischen Befundungsbildschirm (Graustufenbildschirm) betrachtet und können dort zu Diagnosezwecken bearbeitet werden.
- Wenn Tierbesitzer oder KollegInnen Röntgenbilder anfordern (z. B. bei Überweisungen zum Herzultraschall), werden sie einfach auf eine CD gebrannt oder per Email schicken und man muss keine Originalbilder aus dem Archiv abgeben (die dann unter Umständen nicht mehr wiederkehren). Der Tierarzt ist zur Archivierung verpflichtet und so verlässt kein Bild „auf ewig“ das Haus.
- Die Röntgenbilder sind jederzeit online in jeder Ambulanz und auch im OP verfügbar
- Man kann digitale Bilder via Email an RöntgenspezialistInnen verschicken um eine Überbefundung in besonders „verzwickten“ Fällen zu erhalten. (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Kollegen Univ.Doz.Dr. Ewald Köppel in Bruck an der Mur, der – unermüdlich - schon in vielen Fällen „Licht ins röntgenologische Grau“ gebracht hat).
- Als besonderen Service können wir Ihnen, bei Bedarf eine CD mit den Röntgenaufnahmen Ihres Tieres herstellen.
Selbstverständlich werden die Bestimmung des Strahlenschutzes eingehalten und das Tragen von Schutzkleidung ist für alle, auch für helfende Patientenbesitzer obligatorisch.
Alle Klinikangehörigen werden regelmäßig im Sinne des Strahlenschutzes untersucht und tragen Dosimeter (Gerät zur Feststellung der Strahlenbelastung – Auswertung im Strahlenlabor Seibersdorf).